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Pathologisches Glücksspiel
wie-was-warum

Wie ist es zu verstehen, daß ein Mensch seine Existenz aufs Spiel setzt, alles verliert und doch weiter ans "gewinnen" glaubt?

Oft geht es dabei um ein Gefühl von Gerechtigkeit, es verdient zu haben, zu gewinnen und deshalb weiter spielen zu müssen. Es geht darum, das Schicksal auf seiner Seite zu spüren, den Nervenkitzel zwischen Allmacht und Versagen. Durch das Spiel gelingt es, Problemen oder negativen Stimmungslagen zumindest zeitweise zu entfliehen. Mit der Zeit wird immer mehr Geld notwendig, um die Spannung und Erregung aufrecht zu erhalten.

Eine stationäre Therapie in einer Fachklinik ist dann notwendig, wenn die Kontrolle über das Spiel verloren geht. Das Leben, die Existenz steht auf dem Spiel. Die Familie leidet, der Arbeitsplatz ist bedroht, die Schulden werden immer größer. Der Druck steigt – es muß etwas geschehen.
Die Entscheidung zur Therapie wird meist spontan getroffen, sobald die Betroffenen erkennen, daß sie abhängig geworden sind.

Wir sind eine Klinik im Rahmen der Akutversorgung, können daher sehr schnell und unkompliziert aufnehmen. Unsere Stärken liegen in der emotionalen Stabilisierung bei Krisen und der Entwicklung und Förderung einer Behandlungsmotivation.
Daher verstehen wir uns als Bindeglied zwischen ambulanter Versorgung und Rehabilitation.

Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt zwischen 6 und 8 Wochen.
Natürlich haben Sie freien Ausgang und können die vielfältigen Freizeitangebote des Bayerischen Waldes nutzen. Es hat sich übrigens auch gezeigt, dass es oft hilfreich ist, wenn die Klinik weit weg vom Wohnort liegt, um Distanz zum Alltag zu finden.

Nutzen Sie unsere Checkliste für erste Hinweise auf eine Erkrankung

Sie vermuten, Sie leiden unter Spielsucht?
Ja Nein
1. Gab es Phasen, in denen Sie sehr viel Zeit damit verbrachten, über Ihr vergangenes oder zukünftiges Glücksspielen nachzudenken/zu grübeln?
2. Haben Sie oft über Möglichkeiten nachgedacht, wie Sie den Geldeinsatz für Glücksspiele beschaffen könnten? (z.B. durch Kredit, Leihgabe durch Freunde oder Verwandte, Diebstahl)?
3. Gab es Zeiten, in denen Sie häufiger und/oder länger als vorher spielen mussten, um denselben Reiz beim Glücksspiel zu erleben?
4. Gab es Phasen, in denen Sie mit größeren Geldbeträgen oder höheren Einsätzen als vorher spielen mussten, um denselben Reiz beim Glücksspiel zu verspüren (z.B. indem Sie immer mehr Geld für das Glücksspiel ausgegeben haben)?
5. Haben Sie mehrmals versucht, Ihr Glücksspielen zu reduzieren oder zu kontrollieren und das als schwierig empfunden?
6. Haben Sie mehrmals ohne Erfolg versucht, mit dem Glücksspielen aufzuhören?
7. Haben Sie sich unruhig oder reizbar gefühlt, nachdem Sie versucht hatten, Ihr Glücksspielen zu reduzieren oder ganz damit aufzuhören?
8. Hatten Sie das Gefühl, dass Sie gespielt haben, um vor persönlichen Problemen zu fliehen?
9. Hatten Sie den Eindruck, dass Ihnen Ihr Glücksspielen geholfen hat, unangenehme Gefühle wie Angst oder Depression zu mildern?
10. Ist es öfter vorgekommen, dass Sie Geld verloren haben und innerhalb weniger Tage erneut gespielt haben, um das verlorene Geld wiederzugewinnen?
11. Ist es vorgekommen, dass Sie große Spielschulden hatten und Sie dann immer häufiger gespielt haben in der Hoffnung, Ihre Verluste wieder zurück zu gewinnen?
12. Haben Sie Familienmitglieder, Freunde, Mitarbeiter oder Lehrer oft angelogen, wenn es um das Ausmaß Ihres Glücksspielens oder um die Höhe Ihrer Spielschul- den ging?
13. Haben Sie Ihr Glücksspielen gegenüber anderen (z.B. Familienmitgliedern) oft ver- heimlicht oder versucht, es zu verheimlichen?
14. Es kommt vor, dass Personen einen Scheck fälschen oder etwas stehlen, um ihr Glücksspiel zu finanzieren. Ist dies bei Ihnen in den letzten 12 Monaten vorgekommen?
15. Es kommt vor, dass Personen etwas Illegales tun, etwa Veruntreuung oder Betrug, um Geld für das Glücksspielen zu haben. Ist dies bei Ihnen in den letzten 12 Monaten vorgekommen?
16. Gab es Phasen, in denen Ihr Glücksspielen zu Problemen in der Beziehung zu Ihrer Familie, Ihren Freunden, Mitarbeitern oder Lehrern geführt hat?
17. Haben Sie wegen Ihres Glücksspielens Arbeits- oder Schultage, soziale Aktivitäten oder Familienaktivitäten versäumt?
18. Haben Sie andere Personen wegen Ihrer finanziellen Probleme durch das Glücksspielen gebeten, Ihnen Geld zu leihen?
19. Haben Sie andere Ihre Glücksspielschulden bezahlen lassen (d.h. sich aus der Klemme helfen lassen), wenn Sie wegen Ihrer finanziellen Lage verzweifelt waren?

Bei der Beantwortung von 3-4 Fragen mit Ja liegt problematisches Glücksspielen vor, bei 5 oder mehr positiv beantworteten Fragen liegt pathologisches Glücksspielen vor.

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